



Einladung zur
Am 29. Februar 2012
von 9.00 bis 18.00 Uhr
im Hamburg-Haus
Hamburg Eimsbüttel
Bitte beachten: Eine Workshopanmeldung ist gleichzeitig eine Anmeldung zur Landestagung!
Workshop 1
Bonding und Stillen im OP
Workshop 2
Schwangerenvorsorge durch die Hebamme
Anmeldung >>
Workshop 3
Väter in der Hebammenarbeit
Workshop 4
Beckenboden – warum? Die Beckenbodenarbeit als zentrales Thema der Hebammenarbeit
Anmeldung >>
Spitzenverband der Krankenkassen:
Das Ergebnis des Pilotprojektes kann sich sehen lassen. Der Vergleich der klinischen Perinataldaten aus Hessen mit den statistischen Daten der Geburten in Geburtshäusern, sogenannten Hebammen geleiteten Einrichtungen (HgE) brachte die Bestätigung. Die von QUAG erfassten Daten der HgE‘s sind in einigen Bereichen sogar überzeugend besser. Verschiedene vergleichbare Parameter wurden für die Studie ausgewählt und ein neuer Parameter entwickelt: Die gemeinsame Entlassung von Mutter und Kind nach Hause. Die gemeinsame Entlassung bildet den Gesundheitszustand von Mutter und Kind gleichermaßen ab. Deutlich häufiger als bei einer Geburt im Krankenhaus können nach einer Geburt im Geburtshaus Mutter und Kind zusammen nach Hause entlassen werden, selbst wenn zuvor eine Risikoselektion bei Krankenhausgeburten durchgeführt wurde, die ausschließlich reif- und spontan geborene Einlinge berücksichtigt hat. Die Daten zeigen auch, dass es in HgE seltener zu mütterlichen Dammverletzungen kommt als in der Klinik. Zudem bestätigen die Prozessparameter, dass in HgE weniger Medikamente zum Einsatz kommen und die Varianz hinsichtlich der Gebärpositionen deutlich größer ist.
Erfolgsentscheidend für die deutsche außerklinische Geburtshilfe in Hebammen geleiteten Einrichtungen, im Vergleich zu internationalen Ergebnissen, ist offensichtlich der Einsatz qualifizierter Hebammen. Nach Ansicht der Hebammenverbände spiegelt das gute Ergebnis aus Hessen einen bundesweiten Trend wider, denn seit Jahren arbeiten die 161 Geburtshäuser in Deutschland an der Optimierung eines QM-Systems, um eine hohe Betreuungsleistung garantieren zu können.
„Dieses gute Ergebnis der hessischen Perinatalstudie, an der sowohl die Krankenkassen als auch die Hebammenverbände mitgewirkt haben freut mich sehr“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Das Ergebnis verdeutlicht den hohen Sicherheitsstandart in den Geburtshäusern, zeigt aber auch, dass eine gekonnte Nichtintervention durch Hebammen sich positiv auf das gesundheitliche Wohlergehen von Müttern und Kinder auswirkt. Umso unverständlicher ist deshalb das Angebot der Krankenkassen, das sie Mittwoch dieser Woche den Hebammenverbänden für eine Geburt im Geburtshaus gemacht haben“. Bislang erhält ein Geburtshaus für eine Geburt 550 Euro, obwohl eine Abfrage in den Hebammen geleiteten Einrichtungen ergeben hat, dass ein Bedarf von über 1.300,- Euro pro Geburt besteht, um diesen hohen Qualitätsstandard halten und kostendeckend arbeiten zu können. Aus Protest gegen das mangelhafte Angebot der Krankenkassen haben die Hebammenverbände am Mittwoch die Verhandlungen unterbrochen. Sie erwarten bis kommenden Montag (5. Dezember) ein deutlich besseres Angebot.
Weitere Infos unter: Qualitätssicherung in der außerklinischen Geburtshilfe www.quag.de und Deutscher Hebammenverband www.hebammenverband.de
Kontakt:
Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400, Mail: wolber@hebammenverband.de
Für die Tagespresse am 30.11.2011
Hebammenverbände: Das Maß ist voll!
Bei der heutigen 11. Verhandlungsrunde hat der GKV-Spitzenverband ein Angebot vorgelegt, das für die Hebammen inakzeptabel ist. Für alle freiberuflich erbrachten Leistungen hatten die Hebammenverbände 30% mehr gefordert; für eine Geburt im Geburtshaus eine Pauschale von 900 Euro. Bei der Vergütung für eine Geburt im Geburtshaus ließen die Kassen nicht mit sich verhandeln und sind beim bisherigen Tarif von 550 Euro geblieben. Für alle anderen freiberuflich erbrachten Hebammenleistungen von der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit haben die Kassen 1,98% geboten.
Die Hebammenverbände sind empört, denn mit einem Netto-Stundenlohn von ca. 7.50 Euro sind die Hebammen seit Jahren unterbezahlt und kämpfen ums Überleben. „All das scheint den GKV-Spitzenverband wenig zu stören“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Mit dem Angebot der Kassen lassen sich nicht annähernd die aktuellen Preissteigerungen ausgleichen“. Gerade dieser Tage haben die Hebammen-verbände vom erneuten Anstieg der Haftpflichtprämien erfahren. Im Jahre 2009 mussten die freiberuflich tätigen Hebammen mit Geburtshilfe 2370 Euro für ihre Haftpflicht bezahlen. Im Jahre 2012 werden es 4242 Euro sein; das entspricht einer Steigerung von 79% in nur drei Jahren.
„Es ist nicht mehr leistbar“, klagen die Verbände. „Eine Beleghebamme muss nach der erneuten Steigerung der Haftpflichtprämie jährlich 17,84 Geburten a 11 Stunden betreuen, um die steigenden Prämien zahlen zu können. Das heißt 196 Arbeitsstunden müssen jährlich ausschließlich für die Versicherung geleistet werden“.
Die Hebammenverbände sind auch nicht bereit der Argumentation der Kassen zu folgen und auf das Ergebnis der BMG-Studie zur Einkommenssituation der Hebammen zu warten. „Wir Hebammen brauchen sofort mehr Geld, um weiter arbeiten zu können“.
Aus Protest gegen das Angebot der Krankenkassen haben die Hebammenverbände heute die Verhandlungen unterbrochen. Sie erwarten bis kommenden Montag (5. Dezember) ein deutlich besseres Angebot.
Fotomaterial von der heutigen Mahnwache vor dem Hauptsitz der AOK Berlin - in Kürze unter www.hebammenverband.de
„Wenn wir von unserer Arbeit nicht leben können, werden wir sie auch nicht erbringen!“
Hamburg, 05. Oktober 2011. Mit ihrem Streik appellieren die Hebammen an die Krankenkassen und fordern eine angemessene Bezahlung für Hebammenleistungen unter Berücksichtigung der Kosten der Berufsausübung. Von der Politik erwarten die Hebammen die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage zur Verbesserung der Hebammeneinkünfte. Bestreikt werden alle freiberuflichen Hebammentätigkeiten mit Ausnahme der Geburtshilfe. Während des Streiks wird es einen Hebammen-Notdienst geben.
Streiktreffpunkte und Kundgebungen am 20. Oktober:
11:00 Uhr Ottenser Marktplatz
12:00 Uhr Marie-Jonas-Platz, Kümmelstraße / Eppendorfer Landstraße
13:00 Uhr Alsterdorfer Str. 528, Hebammenpraxis Am Alsterlauf
Wir laden Sie ein, dabei zu sein.
Downloads:
Pressetext zum Streik am 20. und 21. Oktober 2011 (pdf) >>
Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes (pdf) >>
Hintergrundinformation zu den Forderung Deutschen Hebammenverbandes (pdf) >>
Hintergrundinformation: „Was kostet eine Geburt?“ (pdf) >>
Aktuelle Fotos stellen wir ab dem 20. Oktober hier kostenlos als Download zur Verfügung.
Wissenschaft – eine Säule der Hebammenarbeit
23.9.2011
An die Bürgerschaftskandidatin,
Im letzten Jahr haben die Hebammen in Hamburg auf verschiedene Probleme im Bereich der Versorgung von Frauen mit Hebammenhilfe aufmerksam gemacht. Bisher konnte keines davon befriedigend gelöst werden, zum einen weil die Zuständigkeiten ungeklärt sind oder nicht beim Land liegen, zum anderen, weil komplexere gesundheitspolitische Fragen angesprochen werden.
Wir bitten Sie daher um Positionsnahme zu den folgenden Themen und Fragestellungen: Download Wahlprüfsteine >>
Deutscher Hebammenverband, PRESSEINFORMATION für den 14.12.2010
Fachgespräch der Grünen zur Weiterentwicklung der Geburtshilfe in Deutschland diskutiert über Herausforderungen und Lösungen für die Implementierung der Hebammenhilfe
Das Fachgespräch der Grünen Bundestagsfraktion zur Weiterentwicklung der Geburtshilfe in Deutschland am 13.12.2010 zeigt, dass die Forderungen nach Überführung der Hebammenleistungen aus der RVO und deren zeitgemäße Anpassung in der Zwischenzeit Verbündete gefunden hat. So sieht nicht nur die Vertreterin des GKV Spitzenverband sondern auch die grüne Gesundheitspolitikerin Biggi Bender Ansätze, um neue gesetzliche Regelungen zu schaffen.
„Wir freuen uns“, so Martina Klenk, Präsidentin der Deutschen Hebammenverbandes, „dass in der Zwischenzeit die Protagonisten in der Politik und den Krankenkassen verstanden haben, dass Hebammen einen wesentlichen Beitrag für eine natürliche, interventionsarme Geburtshilfe leisten. Dafür Rahmenbedingungen zu schaffen bezüglich Finanzierung und Vergütung ist Aufgabe der Politik.“
Die Experten waren sich einig darüber, dass Frauen und Schwangere einen Überblick benötigen über ihre Rechte auf Wahlfreiheit des Geburtsortes und den ihnen zustehenden Umfang an Hebammenleistungen. Auch eine Einbindung der Hebammen bei der Entwicklung der Mutterschaftsrichtlinien wurde als sinnvoll betrachtet.
„Dazu benötigen wir neben der bereits von Gesundheitsminister Rösler angekündigten Datenerhebung zur Einkommenssituation der Hebammen auch einen Überblick über die Versorgungslage der Frauen und deren Bedürfnisse“, so Martina Klenk. „Einem runden Tisch stehen nicht nur die GKV, sondern auch das Familienministerium und die Hebammenverbände offen gegenüber.“
Bereits 2006 haben der Deutsche Hebammenverband, der BFHD und das Netzwerk der Geburtshäuser einen ersten Vorschlag zur Überführung der RVO in das SGB V der Politik vorgelegt. Nur wenige Punkte sind bisher aufgegriffen worden wie z.B. der neue § 134a zu den Betriebskosten der Geburtshäuser.
Weitere Infos unter www.hebammenverband.de
Kontakt:
Dr. Edith Wolber Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400
Mail: wolber@hebammenverband.de
Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes 9. Dezember 2010
Die beteiligten Geburtshelfer und Radiologen halten es für eine „Weltpremiere“. Der Hebammenverband spricht von Voyerismus im Namen einer seelenlosen Wissenschaft. Es geht um die Aufzeichnung einer Geburt mit dem Kernspintomograghen (MRT) in der Berliner Charite und der beabsichtigten Publikation dieser Kernspin-Videos.
„Auch wenn die beteiligten Akteure behaupten, Ihnen sei das Wunder der Geburt begegnet, haben wir Hebammen erhebliche Zweifel. Wie kann sich das Wunder der Geburt unter einem visuellen Sezierapparat entfalten“, fragt Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes. „Allenfalls kann durch ein MRT der mechanische Prozess des Gebärens dargestellt werden, aber zu wessen Nutzen eigentlich und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Gebärenden? In dieser Frage bündelt sich die Kritik, denn die Inszenierung der „Weltpremiere“ offenbart nach Meinung der Hebammen viel vom technokratischen Interesse am weiblichen Körper und am Geburtsvorgang. „Und wird da nicht wieder einmal im Namen einer fiktiven wissenschaftlichen Fragestellung suggeriert, es geschähe zum medizinischen Wohl der Frauen und ihrer Kinder? Ähnlich wie 200 Jahre zuvor, als in den Gebäranstalten mittellose Frauen im Namen wissenschaftlicher Neugier eine massive Zurichtung unter der Geburt erfahren mussten“, empören sich die Hebammen.
Dass den Frauen heute, die im Dienste der Wissenschaft ihre Kinder ungeschützt gebären und dem neugierigen Blick der Öffentlichkeit preisgeben, eine „kleine Entschädigung im unteren dreistelligen Bereich“ gezahlt wird, macht die Sache nicht unbedingt besser.
„Wir sind davon überzeugt, dass eine Geburt nur dann zum Wunder und zur wunderbaren Begegnung zwischen Mutter und Kind werden kann, wenn wir den Frauen für ihre Niederkunft einen geschützten Raum bieten und sie vor Störungen behüten. Gehörschutz für die Gebärende und Rückenlage in der offenen Röhre haben nichts mit einer natürlichen Geburt zu tun, offenbaren aber viel über den Zeitgeist männlich geprägter Forschung“, so die Präsidentin der Hebammen.
Weitere Infos unter www.hebammenverband.de
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Dr. Edith Wolber Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
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Pressemeldung für den 10. November 2010
Das gestrige Gespräch zwischen den Vertreterinnen der Hebammenverbände und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler war viel versprechend. Der Minister versicherte, dass aus dem Gesundheitsministerium Unterstützung
für die Hebammen kommen werde.
Zwischen dem Gesundheitsministerium und den Hebammenverbänden wurden konkrete Arbeitsschritte vereinbart. Dazu gehört eine vom Bundesministerium für Gesundheit zu finanzierende Datenerhebung zur Lage der geburtshilflichen Versorgung mit Hebammenhilfe und zur Einkommenssituation der Hebammen. Das Design dieser Studie wird durch die Berufsverbände maßgeblich mitbestimmt.
Zudem wird Minister Rösler eine Gesetzesänderung anregen damit die Kosten, die eine Hebamme für die Berufsausübung aufzubringen, hat wie beispielsweise für die Haftpflichtversicherung, zwingend bei Vergütungsverhandlungen berücksichtigt werden.
Nach wie vor ist Hebammenhilfe nicht im Sozialgesetzbuch (SGB) verankert, sondern noch immer in der Reichsversicherungsverordnung von 1911. Weil Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit nicht als gesunde, physiologische Ereignisse im SGB benannt sind, haben sie in der aktuellen Überarbeitung des Präventionsleitfaden auch keine Berücksichtigung gefunden. „Auch diese Themen haben wir besprochen.
Minister Rösler hat auch hier Handlungsbedarf erkannt und seine Unterstützung zugesagt“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. „Wir werden jetzt auf der Arbeitsebene zeitnah weitere Termine vereinbaren und dann hoffen wir auf erkennbare Änderungen bis Mitte 2011“, so die Präsidentin.
Vor knapp einem Jahr hatte der Deutsche Hebammenverband 60 000 Unterschriften an den neuen Gesundheitsminister überreicht. Verbunden war damit die Hoffnung, dass die neue Regierung endlich Rahmenbedingungen schaffen wird, damit Hebammen ihrem Versorgungsauftrag gegenüber schwangeren Frauen und ihren Familien nachkommen können.
Durch eine weitere Erhöhung der Haftpflichtprämie sind die Arbeitsbedingungen für freiberuflich tätige Hebammen mit Geburtshilfe noch einmal deutlich dramatischer geworden. Auch die erfolgreichste aller E-Petitionen mit über 180 000 Zeichnungen konnte nicht verhindern, dass seit Sommer noch einmal 10% der freiberuflichen Hebammen die Geburtshilfe aufgegeben haben.
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Pressemeldung für den 18. Oktober 2010
Am 21. Oktober 2010 werden Hebammen schweigend vor dem Gesundheitsministerium in Berlin stehen. Mit ihrer Mahnwache wollen sie auf die immer noch prekären Arbeitsbedingungen der Hebammen hinweisen, die Ignoranz der Bundespolitik anprangern und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler an die Einhaltung seines Versprechens erinnern. Im Frühsommer, als die problematische Arbeits- und Einkommenssituation der Hebammen großes Medienecho gefunden hatte, wurden aus dem Gesundheitsministerium Zusagen gemacht, die bis heute nicht erfüllt worden sind. Der Deutsche Hebammenverband wird aber auf das Einrichten eines Runden Tisches zwischen Gesundheits- und Familienministerium, dem Krankenkassen-Spitzenverband und den Hebammenverbänden bestehen. Im Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler Ende Mai wurde dieser Runde Tisch als Lösungsmöglichkeit für die ungeklärten Zuständigkeiten zwischen den Ministerien und den Krankenkassen für die Hebammenhilfe zugesagt. Das Bundesgesundheitsministerium hat sich selbst aus der Pflicht genommen, indem Minister Rösler auf die Einigung der Schiedsstelle verweist. „Das war aber keine Einigung“, so Martina Klenk die Präsidentin des Hebammenverbandes, „das war Erpressung. Das Ergebnis der Schiedsstelle ist eine Katastrophe für die Kolleginnen. Bezogen auf das Gesamtvolumen der Hebammenleistungen beträgt die Erhöhung weniger als 2%. Diese Erhöhung ist weder Existenz sichernd, noch können Hebammen davon die gestiegenen Haftpflichtprämien zahlen“.
Die verschiedenen Berufsverbände haben sich nach dem Spruch der Schiedsstelle intensiv mit dem Vorgehen einer Klage befasst. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint eine Klageerhebung jedoch nicht sinnvoll und wäre juristisch auch nicht Erfolg versprechend, da noch immer Datengrundlagen zur Versorgungslage mit Hebammenhilfe in Deutschland fehlen, auf die juristische Bezugnahmen überhaupt möglich sind. „Auch das war eine Forderung, die der Hebammenverband in Zusammenhang mit der E-Petition formuliert hat. Aber auch in dieser Hinsicht ist nichts geschehen“. Unter den Hebammen wächst in der Zwischenzeit der Verdacht, dass der neue Gesundheitsminister primär an der Vertretung seiner Standeskollegen Interesse hat und weniger an den anderen AkteurInnen der Gesundheitsversorgung.
Erfreulich ist dagegen die Unterstützung der Hebammen auf Länderebene. Während der Mahnwachen durch die 16 Bundesländer haben sich Ministerien und Fraktionen aller politischen Couleur engagiert für den Erhalt und die Sicherstellung einer wohnortnahen geburtshilflichen Versorgung mit Hebammenhilfe eingesetzt. Auch seitens der Gesundheitsministerkonferenz wird auf die drohenden Versorgungsengpässe hingewiesen, wenn Hebammen aus wirtschaftlicher Not ihren Beruf aufgeben müssen. Der Hebammenverband hofft jetzt auf den Druck durch die Länder, um Minister Rössler in die Pflicht zu nehmen.
Weitere Infos unter www.hebammenverband.de
Kontakt:
Dr. Edith Wolber Pressestelle des Deutschen Hebammenverbandes
Telefon 06226 – 429400
Mail: wolber@hebammenverband.de
Anfang der Woche fand der Schiedsstellentermin zur Vergütung der Hebammenleistungen statt. Der Spitzenverband der Krankenkassen feierte das Ergebnis in ersten Pressemeldungen als Erfolg ohne zu erwähnen, dass sich die genannten Erhöhungen (8 Euro für eine Beleggeburt und 100 Euro für eine außerklinische Geburt) auf den Vergütungsstand vom 31. 12. 2009 beziehen und die genauen Beträge erst noch in weiteren Terminen ermittelt werden müssen.
„Was die Vereinbarungen genau in Euro und Cent für alle freiberuflich erbrachten Hebammenleistungen, vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit bedeuten, steht noch nicht fest. Aber bereits heute wissen wir, dass das Ergebnis in keinster Weise existenzsichernd sein wird“, so Martina Klenk, die Präsidentin des Hebammenverbandes.
Weitere Hintergrundinformationen www.hebammenverband.de
Dr. Edith Wolber, Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V.
Download Pressemeldung (pdf) >>
Nach Ablauf der Zeichnungsfrist am 17.Juni 24 Uhr beträgt der aktuelle Stand der Petition des Deutschen Hebammenverbandes 105.386 elektronisch und 80.970 schriftliche Zeichnungen.
Dr. Edith Wolber
Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V.
Forderungen des Deutschen Hebammenverbandes
Es war eher ein Arbeitstreffen als ein Antrittsbesuch. Wegen der dramatischen Situation der freiberuflichen Geburtshilfe hat sich der Deutsche Hebammenverband an das Gesundheits-ministerium gewandt. Wie zu erwarten gab es keine sofortigen Lösungsangebote, um die steigenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Geburtshilfe ab dem 1.7. 2010 zu kompensieren. Stattdessen wurden in wohlwollender und wertschätzender Atmosphäre klare Abmachungen zwischen Gesundheitsminister Philipp Rösler und Martina Klenk, der Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes, getroffen. Der Minister versprach zeitnahe Treffen zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Spitzenverband der Krankenkassen, bzw. dem Gesamtverband der Versicherungswirtschaft. Auch ein runder Tisch zwischen dem Gesundheitsministerium, dem Familienministerium und dem Arbeitsministerium ist geplant, um die Zuständigkeiten für die Belange der Hebammen zu klären. Wenn ein Hebammensterben verhindert werden soll, müssen noch dieses Jahr die Weichen gestellt werden. Entweder müssen Hebammen so viel verdienen, dass sie davon die Versicherung zahlen können, oder es müsste als Zwischenlösung ein Fond zur Finanzierung der Haftpflichtprämie bereitgestellt werden. Im Ministerium ist bekannt, dass ab Juli 10% der Geburtshäuser keine Geburten mehr betreuen und flächendeckend kleine geburtshilfliche Abteilungen vor dem Aus stehen, wenn die dort arbeitenden freiberuflichen Beleghebammen aus ökonomischen Gründen die Geburtshilfe aufgeben.
Eine gute Hebammenbetreuung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ist Volkeswille. Das haben die knapp 100 000 Unterzeichner der E-Petition zum Ausdruck gebracht. Bis zum 17. Juni kann die Petition für die Sicherstellung freiberuflicher Hebammenhilfe noch unterzeichnet werden. Weitere Hintergrundinformationen zur E-Petition unter www.hebammenverband.de
Dr. Edith Wolber,
Pressesprecherin des Deutschen Hebammenverbandes e.V.
74909 Meckesheim, Bergstraße 3
Tel: 06226/429400, Mail: wolber@hebammenverband.de
Unbezahlbare Haftpflichtprämien bedrohen die Existenz des Hebammenberufes
und die flächendeckende Versorgung der Gebärenden
Seit Monaten weist der Hebammenverband Krankenkassen und Politik darauf hin, dass durch die steigenden Haftpflichtprämien - bei stagnierenden Einnahmen - verstärkt freiberuflich tätige Hebammen aus der Geburtshilfe gedrängt werden.
War es früher selbstverständlich, dass eine Hebamme neben Vorsorge und Wochenbettbetreuung auch Geburten begleitet hat, so ist deren Anteil parallel zum Anstieg der Haftpflichtprämien drastisch gesunken.
Download Pressemeldung (pdf) >>
zwd Berlin (jvo). Die Modernisierung der Geburtshilfe und die Mitsprache der Frauen haben dazu beigetragen, dass sich die Risiken von Schwangerschaft und Geburt erheblich verminderten. Diesen Verbesserungen stehen allerdings nach dem Urteil des Arbeitskreises Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft (AKF) Fehlentwicklungen gegenüber. Die Welle der Technisierung trage dazu bei, die Geburt zunehmend in einen durchgeplanten Ablauf zu pressen, kritisierte der AKF.
„Technik und technische Sprache lassen den emotionalen Anteil und die biografische Bedeutung von Schwangerschaft und Geburt in den Hintergrund treten“, heißt es in der Zeitschrift AKF-Info, die in der aktuellen Ausgabe die Schwangerschaft, die Geburt sowie die Zeit danach in den Fokus rückt
Prof. Petra Kolip von der Universität Bremen, betont in dem AKF-Info die Bedeutung der Hebammen bei der Entscheidung und Begleitung zum Kaiserschnitt. Insbesondere vor einer möglichen operativen Geburt fühlten sich Frauen bei Hebammen oft besser aufgehoben, weil sie dort auch nicht-medizinische Aspekte der Schnittentbindung ansprechen können. Kolip hatte in einer Studie Frauen, die einen Kaiserschnitt erlebten, nach ihren Erfahrungen befragt.
Ende der Krankheits- und risikoorientierten Betreuung angemahnt
Geburtshilfe muss neu gedacht werden. Das meint auch Friederike zu Sayn-Wittgenstein, Professorin für Pflege- und Hebammenwissenschaft. Aus ihrer Sicht darf die Geburtshilfe nicht auf das rein medizinische Handeln bei der Geburt reduziert sein. „Alle Ereignisse dieser Lebensphase beeinflussen sich gegenseitig – dies muss verstanden und in diesem Sinn
müssen sie begleitet und betreut werden.“
Die Wissenschaftlerin fordert deshalb in ihrem Beitrag zur Situation und Zukunft des Hebammenwesens, Schwangerschaft und Geburt nicht als etwas Krankhaftes zu betrachten, sondern in ihnen „das Potenzial für gesunde Prozesse zu entdecken, zu fördern und zu unterstützen“. So könne eine Umkehr von einer zunehmend krankheits- und risikoorientierten medizinischen Versorgung hin zu einer salutogenetischen und ressourcenorientierter Betreuung eingeleitet werden.
Bestellmöglichkeiten:
Das AKF-Info (Oktober 2009) „Humanisierung von Schwangerschaft, Geburt
und der Zeit danach“ kann beim Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin,
Psychotherapie und Gesellschaft – AKF e.V., Sigmaringerstraße 1 in
10713 Berlin, Tel. 030 - 863 933 16 oder per E-Mail unter
buero@akf-info.de angefordert werden.
Zielpatenschaft Stillförderung veröffentlicht wichtige Broschüre
Die Zielpatenschaft Stillförderung der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) hat die Broschüre „Hamburger Stillempfehlungen“ veröffentlicht. Hier finden Professionelle rund ums Thema Stillen (Frauenärzte/innen, Kinder- und Jugendärzte/innen, Hebammen sowie Still- und Laktationsberaterinnen) aktuelle Empfehlungen zur Behandlung von Stillproblemen.
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60 000 Unterschriften an den neuen Gesundheitsminister überreicht.
Download Pressemeldung (pdf) >>
Um sich über die Arbeitssituation der Hebammen und die Versorgung mit Hebammenleistungen in Hamburg zu informieren, haben verschiedene Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft ihre politischen Möglichkeiten genutzt und Anfragen an den Senat gestellt. Die Fragen und Antworten können hier heruntergeladen werden.
Pressemeldung des Deutschen Hebammenverbandes
20. August 2009
Obwohl der Hebammenverband seit Jahren mehr Personal für die Kreißsäle und eine bessere Ausstattung der freiberuflich tätigen Hebammen fordert, hat die Bundes-regierung auf eine kleine Anfrage der FDP behauptet, dass es keine Notwendigkeit für Veränderungen gäbe.
Die Folgefinanzierung ist nach dreijähriger Modellphase noch offen