Aktuelles


Neu: ab 2012

Das große Stillbuch des Deutschen Hebammenverbandes für alle Stillprobleme und besonderen Stillsituationen: die Stillexpertinnen des Deutschen Hebammen-verbands vermitteln ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Praxistipps für alle besonders problemanfälligen Stillsituationen.

Konzentration auf Problemfälle und die besonderen Stillsituationen:

  • Besondere Kinder
  • Besondere Mütter
  • Besondere Stillprobleme
  • Besondere Situationen

432 S., 120 Abb., kart., ISBN: 9783830454953, EUR [D] 49,99  

 

Weltstillwoche 2011

Die Weltstillwoche (WSW) findet wie immer in Deutschland in der 40. Kalenderwoche, d.h. in diesem Jahr vom 3. bis zum 9. Oktober statt.

Das Thema der diesjährigen WSW lautet: „Stillen – sprich drüber!“

Dieses Motto befasst sich mit den vielen Möglichkeiten, die uns die Kommunikation und insbesondere die neuen Kommunikationsmittel und -wege bieten, um für das Thema Stillen zu werben und verunsichernden oder falschen Aussagen darüber entgegen zu wirken. Wir leben in einer hoch technisierten und globaler werdenden Welt, in der wir über kleine und große Entfernungen hinweg, augenblicklich Informationen austauschen können. Aktuelle Stillinformationen sind durch das Internet leicht und schnell per Mausklick, auch über Grenzen hinweg, abrufbar. Beides, herkömmliche und neue Kommunikationsmittel sollten dabei genutzt werden, um Stillinformationen auch generationsübergreifend zu verbreiten. Durch die sozialen Netzwerke im Internet wird nicht nur das Stillwissen gefördert, es werden auch die Kontakte und der Austausch von Informationen und Fachwissen begünstigt.

Die Weltstillwoche (WSW) ist die größte gemeinsame Aktion aller Gruppen, die weltweit das Stillen fördern und unterstützen. Alljährlich wird sie von der World Alliance for Breastfeeding Action (WABA) http://www.worldbreastfeedingweek.org ausgerufen und in über 120 Ländern begangen.

 

Stillberatung jetzt als abrechenbare Leistung im OPS-Katalog 2011

Im OPS Katalog 2011 (OPS = Operationen und Prozeduren Schlüssel) wird die personalaufwändige Stillberatung und Stillanleitung in der Klinik ab sofort mit dem OPS-Code 9.500.0 - Basisschulung dokumentierbar und ist damit zur abrechenbaren Leistung geworden. 

Alle Geburtskliniken, die Patientinnen versorgen, bei denen sie eine Stillberatung mit einer dokumentierten Gesamtdauer von mindestens 2 Stunden durchführen, sollten diesen Code konsequent nutzen und die Zeiträume, in denen die Beratungen stattgefunden haben, dokumentieren. (Anm. d. Red.: Warum nicht auch die Kinderkliniken, dort wird doch auch Stillberatung durchgeführt??)

Um definitiv in den Abrechnungskatalog aufgenommen zu werden, muss diese Leistung bis 31.12.2011 bundesweit mindestens 100.000mal angegeben werden. Nur die dokumentierte hohe Fallzahl in 2011 weist die Stillberatung als DRG-relevanten Faktor (DRG = Diagnosebezogene Fallgruppen) aus und belegt die breite Bedeutung im klinischen Alltag. Die derzeitigen Kosten müssten zu einer Honorierung der Basisschulung im Rahmen der Stillberatung, die mit dem OPS-Code 9.500.0 zu dokumentieren ist, von ca. 100€ pro Patientin führen.

   

Leserbrief an „Eltern“ zum Artikel von Sabine Maus „Die neue Babyernährung“, Eltern Heft 2/2010

Es ist gut zu wissen, dass ausschließliches Stillen in den ersten vier Monaten vorbeugend gegen Allergien wirkt. Da in Deutschland generell weniger und kürzer gestillt wird, als die WHO  empfiehlt, (sechs Monate ausschließlich und dann weiterstillen bis zum zweiten Geburtstag), möchten wir jedoch auf folgende Aspekte hinweisen: 

1.        Die positiven Wirkungen des Stillens sollten nicht auf die Allergieprävention reduziert werden, da Lebensmittel ohnehin nur zu einem geringen Anteil für die Auslösung von Allergien verantwortlich sind. Viel größere Gefahren gehen vom Rauchen, Passivrauchen und von Umweltschadstoffen (z.B. durch Renovierung des Kinderzimmers vor der Geburt) aus.

2.        Beikost bedeutet vor allem, dass während der allmählichen Einführung anderer Nahrung weiterhin gestillt wird und dass gerade im zweiten Lebenshalbjahr das Weiterstillen das Immunsystem und die gesamte Entwicklung des Kindes optimal unterstützt. 

3.        Ausschlaggebend für die Bereitschaft des Kindes andere Nahrung als Muttermilch zu essen, ist nicht nur das Alter von mindestens vier Monaten, sondern die gesamtmotorische Entwicklung. Viele Kinder sind erst mit einem halben Jahr (oder später) bereit für andere Nahrung. Und das ist völlig in Ordnung.

4.        Länger als vier Monate ausschließlich zu stillen ist anscheinend als Allergieprävention unwirksam. Daraus den Umkehrschluss zu ziehen, dass eine längere Stilldauer der kindlichen Gesundheit abträglich wäre, ist falsch und wird durch keine Studie belegt.

Die Beauftragten für Stillen & Ernährung im Deutschen Hebammenverband e.V.,

Lisa Fehrenbach, Deutscher Hebammenverband, fehrenbach@hebammenverband.de

Christine Landgraf, Hebammenverband Baden Württemberg

Ulrike Zimmek, Bayerischer Hebammenlandesverband

Anja Constance Gaca, Berliner Hebammenverband

Katja Gilbert, Hebammenverband Brandenburg

Daniela Thiel, Hebammenlandesverband Bremen

Regine Gresens, Hebammenverband Hamburg

Tatjana Nicin, Landesverband Hessen

Elfriede Rieckhoff, 2. Vorsitzende, Landeshebammenverband Mecklenburg-Vorpommern

Aleyd von Gartzen, Hebammenverband Niedersachsen

Alice Semmler, Landesverband der Hebammen in Nordrhein –Westfalen

Relindis Bartels, Hebammenlandesverband Rheinland-Pfalz

Claudia Schwan, Saarländischer Hebammenverband

Edeltraut Hertel, Sächsischer Hebammenverband

Angela Schönfeldt, Hebammenverband Schleswig-Holstein

Beate Riebold, HLV Thüringen

 

Hamburger Stillempfehlungen

Zielpatenschaft Stillförderung veröffentlicht wichtige Broschüre

Die Zielpatenschaft Stillförderung der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. (HAG) hat die Broschüre „Hamburger Stillempfehlungen“ veröffentlicht. Hier finden Professionelle rund ums Thema Stillen (Frauenärzte/innen, Kinder- und Jugendärzte/innen, Hebammen sowie Still- und Laktationsberaterinnen) aktuelle Empfehlungen zur Behandlung von Stillproblemen.

Download Pressemeldung (pdf): Hamburger Stillempfehlungen